Grundbuch: Widerspruch

Widerspruch

gegen das Grundbuch Wird eingetragen, wenn die wirkliche rechtslage nicht mit dem Inhalt des Grundbuchs übereinstimmt. In Streitfällen ist eine Berichtigung nur auf dem Prozeßweg durchsetzbar. Hier ist es erforderlich, den anscheinend Berechtigten abzusichern, um bis zur Entscheidung des Prozesses Schäden vorzu beuegn. Mit dem Buchberechtigten könnte ein Dritter infolge des Gutglaubenschutzes wirksame Rechtsgeschäfte abschließen. In den meisten Fällen wird ein Widerspruch aufgrund einer einstweiligen Verfügung des Gerichts eingetragen. Durch den Widerspruch wird nicht die Verfügungsbefugnis des im Grundbuch Eingetragenen eingeschränkt. Er beseitigt aber den Schutz des guten Glaubens, da durch den Widerspruch ersichtlich gemacht wird, dass das eingetragene Recht umstritten ist.

Hypothek

Definition:
Von einer Hypothek spricht man, dann wenn die Belastung eines Grundstücks dergestalt durchgeführt wird, daß an denjenigen zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt eine bestimmte Geldsumme zur Befriedigung wegen einer ihm zustehenden Forderung aus einem Grundstück zu bezahlen ist. Die gesicherte Forderung und die Hypothek sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn der Hypothekengläubiger seine dinglichen Rechte ausüben will , muss er Gläubiger der zu sichernden Forderung sein. Nach teilweiser oder vollständiger Tilgung des Darlehens muss bevor eine erneute Kreditgewährung erfolgt eine neue Sicherheitenbestellung erfolgen.

Wichtig: Der Hypothekengläubiger kann sich bei einer Sicherungshypothek nicht auf die Grundbucheintragung berufen. Bei der Geltendmachung seiner Rechte trägt er die Beweislast für die Rechtmäßigkeit seiner Forderung!

Grundbuch: Vormerkung

Vormerkung

Zur Sicherung von Ansprüchen auf Einräumung, Aufhebung oder Änderung eines Rechts an einem Grundstück (oder an einem Grundstücksrecht) können Vormerkungen eingetragen werden. Eine solche Eintragung ist auch zur Sicherung eines zukünftigen Anspruchs zulässig.

Beispiel: Auflassungsvormerkung
Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme zur Sicherung des schuldrechtlichen Anspruchs auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Sie wird z.B. angewendet bei Grundstücksverkäufen bei denen der Verkäufer bereits frühzeitig eine Zahlung verlangt, obwohl der Käufer erst nach Erledigung der Formalitäten als Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Hiermit wird verhindert, daß - wenn der Verkäufer in der Zwischenzeit das Grundstück belastet - diese Belastung den Schutz des öffentlichen Glaubens genießt.

Eigenheimzulage

Die Eigenheimzulage wird im Eigenheimzulagegestz geregelt. Wichtige Information rund um die Baufinanzierungen finden Sie im Baufinanzierungslexikon